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Bewusstsein

Warum gibt es keine Evolution in dem, was man als “tote Materie” bezeichnen könnte?

Warum finden wir keine zufällig entstandenen funktionalen Gebilde “ohne Leben” (also so etwas wie Fahrräder oder Windmühlen) in der Landschaft?

Warum gibt es Evolution nur bei dem was man als “Leben” oder “Lebewesen” bezeichnen würde?

Wäre die Evolutionstheorie wahr mit ihrer Annahme, dass Funktion zufällig entstehen kann, dann müssten wir in unserer Umwelt auch zufällig entstandene funktionale Gebilde “ohne Leben” finden (so etwas wie Fahrräder oder Windmühlen).

Die gibt es aber nicht! Und was bedeutet das?

Es bedeutet, dass es zwischen dem, was man als “Leben” bezeichnen würde und der übrigen Materie, die man nicht als Leben bezeichnen würde, einen ganz wesentlichen Unterschied gibt. Aber worin besteht dieser Unterschied?

Wenn man sich die Entwicklung des Lebens anschaut, dann fällt auf, dass diese Entwicklung einen ganz bestimmten Weg geht. Alles Leben hat sich über die gleichen Stufen entwickelt und dann diversifiziert. Saurier sind nicht direkt entstanden, sondern sie entstammen der gleichen Entwicklungslinie wie alles übrige Leben.

Wenn man sich diese Dinge mal wirklich klar macht und sie ganz einfach mit dem gesunden Menschenverstand betrachtet, dann wird zum Beispiel klar, dass die Annahme, Computer könnten irgendwann “zum Leben erwachen” ziemlicher Blödsinn ist. Denn Computer sind nicht auf dem Weg entstanden, auf dem alles Leben entstanden ist. Zudem sind Computer Schöpfungen des Menschen und der Mensch hat ganz offensichtlich bis heute nicht verstanden, was “Leben” eigentlich ausmacht.

Es gibt einen entscheidenden Unterschied zwischen allem, was man “dem Leben” zuordnen könnte und der übrigen Materie. Materie ohne Leben kann nicht “einfach so” und schon gar nicht “per Zufall” einfach in den Bereich des Lebens wechseln.

Die Wissenschaft stellt solche Betrachtungen nicht an, weil sie sorgsam alles vermeidet, was ihre verabsolutierten Grundideen in Frage stellen würde. Es empfiehlt sich deshalb, von Zeit zu Zeit einfach mal den eigenen gesunden Menschenverstand einzuschalten, um sich nicht vom Dogmatismus der Wissenschaft in die Irre führen zu lassen.

Gut. Noch mal zurück zur eigentlichen Frage: Was ist es, das “die Lebewesen” von der “toten Materie” unterscheidet. Ich möchte zwei Ansätze vorschlagen, sich dieser Frage zu nähern:

  1. Es intuitiv mit dem eigenen “gesunden Menschenverstand” zu erfassen versuchen, was man um sich herum als das Besondere “am Leben” wahrnimmt.
  2. Der Mensch gehört ja selbst auch zum Leben. Wir haben “es” also auch selbst in uns. Also schauen wir doch mal in uns selbst hinein, was wir da so “an Leben” finden.

Der wesentliche Unterschied zwischen Leben und toter Materie ist “eine Art Antrieb”: Wenn wir zum Beispiel eine Kaffeemaschine bauen, die ja auch ein funktionales Gebilde ist, dann steht sie die meiste Zeit einfach nur so herum – außer wir schalten sie ein und füllen Kaffee und Wasser hinein. Dann tut sie, was sie soll – bis wir sie wieder ausschalten.

Aber auch wenn manch einer sich ein solches Verhalten von seinen Kindern wünschen würde – bei allem, was man “dem Leben” zurechnet, ist das völlig anders: Es wird “irgendwie von selbst angetrieben”. Wenn man sich sehr bemüht, kann man vielleicht ein paar Verhaltensregeln durchsetzen, aber die meiste Zeit macht “das Leben” einfach “was es will”. Und selbst die Pflanzen, die nicht in der Gegend herumlaufen können, wachsen, blühen, vermehren sich und wachsen dann da, wo man sie eigentlich nicht haben will usw.

Dem Leben wohnt irgendeine Art von geheimnisvollem Drang inne. Und wenn man in sich selbst hineinschaut, dann findet man da auch diesen Drang. Es ist das, was einen morgens aufstehen lässt und dann durch den Tag treibt, jeden Tag aufs neue, ein ganzes Leben lang:

Es ist “das Ich”, die Quelle unserer gesamten Aktivität. Wir können irgendwie nicht so genau erfassen, was das eigentlich ist:

Viele Menschen empfinden solche Fragen als abstrakt, spirituellen Blödsinn und zudem irgendwie unangenehm. Und warum soll man sich damit beschäftigen, wenn es doch auch so irgendwie läuft. Und das ist aber ein fataler Irrtum. Es handelt sich hier um eine der wichtigsten Fragen überhaupt. Denn je mehr man zu verstehen versucht, was es eigentlich ist, das einen die ganze Zeit antreibt, um so mehr lösen sich die vielen Irrtümer auf, die der gegenwärtige Mensch über diese Welt mit sich herumträgt. Und einer der größten Irrtümer ist die Annahme, Entwicklung könne einfach so per Zufall entstehen bzw. noch viel absurder: Ein so überwältigendes Gebilde wie die Evolution könne einfach so per Zufall entstehen. Eines Tages wird man auf diese Zeit zurückschauen und es nicht fassen können, wie Menschen an einen solchen Schwachsinn glauben konnten. Und sie werden sich fragen: “Was hat man uns eigentlich damals in den Kaffee getan?” (Auf die Hintergründe dieses Phänomens gehe ich ausführlich in meinem Buch "Der Sündenfall als reales Ereignis der Evolution" ein.)

Dieser Drang, der jeden einzelnen Menschen von morgens bis abends (und manche auch von abends bis morgens) antreibt, das zu tun, was sie tun – dieser Drang ist auch für die Evolution verantwortlich.

Wie kann ich das einfach behaupten, obwohl ich doch gar nicht in andere Lebewesen hineinschauen kann?

Ganz einfach: Ich bin selbst ein Lebewesen und ich kann wie jeder andere Mensch auch die Zusammenhänge der Evolution in mir selbst finden. Es kommen in den nächsten Kapiteln ein paar Aussagen, die vielen nicht gefallen werden, denn dummerweise ist es so, dass das Unwissen über die Entwicklungsprinzipien hinter der Evolution dazu geführt hat, dass der Mensch sich von der Evolution abgekoppelt hat und nun die Ausprägungen einer negativen Evolution erfährt.

Der “Beweis”, was die Evolution eigentlich antreibt bzw. der offensichtliche Zusammenhang, den jeder Mensch an sich selbst studieren kann, begegnet uns gegenwärtig hauptsächlich in seiner negativen Ausprägung. Doch bevor ich dazu komme, möchte ich im nächsten Kapitel den Prozess so darstellen, wie er in der gesamten “nicht denkenden” Natur abläuft.

nächstes Kapitel: Der Antrieb der Evolution